Wissenswertes

In diesem Bereich finden Sie nützliche Informationen oder nützliche Links rund um das Thema Kind.

 

 

 

Lieder für unser "HAB DICH LIEB FEST" am 19.05.2017

 

 

Weisst du eigentlich, wie lieb ich dich hab?

Hab ich dir das schon einmal gesagt?
Sooo hoch, sooo weit,
bis zum Mond und wieder zurück,
habe ich dich lieb!

 

ICH HAB, WAS ICH ZUM LEBEN BRAUCH

https://www.youtube.com/watch?v=xwgH-EPKGDM

 

DAS LIED ÜBER MICH

https://www.youtube.com/watch?v=lkWID5Qy3gk

 

ICH LIEB DEN FRÜHLING

https://www.youtube.com/watch?v=OOYspFQRLl8

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Eltern und Interessierte!

 

Immer wieder stoßt ihr als Eltern und auch wir als pädagogische Fachkräfte, mit den Kindern, auf neue Situationen oder auch ganz typische entwicklungsbedingte Phasen und Verhaltensmuster.

 

Zum Teil bringen uns diese an unsere persönlichen Grenzen und auf unserer Stirn bildet sich ein riesiges Fragezeichen…

  „So viele offene Fragen…“

 

„Ich möchte alles richtig machen…“

 

„Was kann ich tun…“

  

Für mich persönlich ist „Trotz“ ein negativ behaftetes Wort, welches ich ungern verwende! In der Entwicklungspsychologie gilt dies als die Autonomiephase!

 

Anhand der folgenden Beiträge und Beispiele möchte ich euch einen anderen Blickwickel zeigen…

 

Bei Fragen, Anregungen oder Feedback stehe ich euch gerne in schlumpfhausen zur Verfügung!

  

 

Eure Sara   

 

 

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 Kinder

Hilfe, mein Kind hat seinen eigenen Willen!

 

28.Sep 2016

 

Gerade war alles in Ordnung. Plötzlich passiert es: Nichtigkeiten werden zum Anlass, in Sekundenschnelle wird dein Kind laut und tobt regelrecht.  Du weißt nicht wie dir geschieht, geschweige denn was gerade schiefläuft? Jetzt heißt es Nerven bewahren und ruhig bleiben. Das passiert allen Eltern. Trotzanfälle sind bei Kleinkindern völlig normal. Wir verraten einige wichtige Facts über die Trotzanfälle deines Sprösslings – inklusive Überlebensstrategien für strapazierte Nerven.

 

5 Dinge die du zum Thema Trotzalter unbedingt wissen solltest:

 

  • Konsequenz in der Erziehung ist wichtig. Aber du solltest nie zu verbissen sein. Kompromisse sind erlaubt!

  • Gehe gewissen schwierigen Situationen lieber im Vorhinein aus dem Weg. Wichtige Einkäufe im Supermarkt nicht mit hungrigen oder müden Kind machen? Da ist der Stress nur vorprogrammiert.

  • Mama und Papa müssen sich einig darin sein, was verboten ist und was erlaubt! Deshalb: Reden, Reden, Reden!

  • Zoo, Schwimmbad, Kino, Kasperltheater? Das Kind kann sich noch nicht zwischen vielen Alternativen entscheiden. Deswegen ist es im Kleinkindalter besser, das Kind nicht vor zu viele Möglichkeiten zu stellen. 

     

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    Erziehungstipps & Erziehungsfehler in dieser so schwierigen Phase:

    1.Verhalten nicht persönlich nehmen

    Nimm das Verhalten deines Kindes nicht persönlich! Junior trotzt nicht, um dich damit zu ärgern. Wenn du dich durch die Wut mitreißen lässt und die negative Stimmung auf dich überschwappen lässt, verstärkt dies nur die Angst und den Trotz deines Kindes.

    2.Verbote und Regeln

    In der Trotzphase sollte die Regelung des Tagesablaufs neu überdacht werden: so wenig Verbote und Regeln wie möglich. Überlegt gemeinsam, welche Dinge euch wirklich wichtig sind und setzt konsequent die Einhaltung dieser wenigen Grundregeln durch.

    3. Reagiere unverzüglich

    Wenn du dich solange provozieren lässt, bis dein Geduldsfaden reißt, ist es bereits zu spät.

    4. Give it a break! Unterbreche die Situation.

    Gehe aus dem Zimmer (kündige dies aber vorher an) und lasse dein Kind zum Abreagieren einige Minuten allein.

    5. Selbstständigkeit fördern

    Dein Kind möchte Dinge nun so sehr wie noch nie selbständig tun. Es möchte deine Hilfe nicht! Darauf solltest du jetzt besonders Rücksicht nehmen. 

    6. Zeit geben

    Um sich auf neue und ungewohnte Situationen einzustellen braucht dein Sprössling in dieser Lebensphase besonders viel Zeit. Hier heißt es nun: Geduld haben!

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    Quell-URL: https://www.littlebigheart.com/?q=de/article/das-gefuerchtete-trotzalter&gclid=CJvE7uuZ6dICFYMaGwodgh4B1A

    Trotzphase: Trotz lass nach!

    Trotzanfälle sind zwischen zwei und fünf Jahren völlig normal. Angenehm sind sie trotzdem nicht. Woher der Trotz kommt und wie Eltern darauf reagieren, das erfahren Sie hier! Und wir verraten Ihnen die positiven Seiten der Trotzanfälle plus Überlebensstrategien für strapazierte Nerven.

 

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„Ich will aber!!!!!!!!“ „Ich kann das schon alleine!“ „Neinnnnnnnnnnnnn!“ – Bei Trotzanfällen sind Kleinkinder in drei Sekunden von 0 auf 100. Die Situationen sind klassisch:

 

Jona will unbedingt Orangensaft statt Apfelsaft. Er schmeißt sich auf den Boden und tobt.
Laura will weiter schaukeln und nicht nach Hause. Sie macht sich steif und lässt sich partout nicht in den Fahrradsitz heben.
Norina will bei Regenwetter unbedingt in den Ballerinas in den Kindergarten. Sie trommelt wütend auf den Fußboden ein und wirft die Gummistiefel wütend durch den Flur.

 

 

 

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Trotzige Kinder - zwischen zwei und fünf Jahren total normal!

 

© Thinkstock

 

 

 

 

 

 

 

Warum sind Kinder trotzig?

 

„Trotz ist ein Verhalten des Widerstands, welches sich in hartnäckigem, oft auch von heftigen Gefühlsausbrüchen begleitetem Beharren auf einer Meinung oder einem Recht äußert....”

 

von Wikipedia über Trotz  - https://de.wikipedia.org/wiki/Trotz

 

Was passiert in den oben geschilderten Situationen? Wie können Eltern mit ihrem „Elternblick“ verstehen, was sich bei einem gepflegten Wutanfall im Kopf ihres Kindes abspielt? Folgende Vorstellung bringt es ganz gut auf den Punkt: Ein Trotzanfall ist mit einer durchgebrannten Sicherung zu vergleichen. Das Ergebnis: Ein Kurzschluss, bei dem sich aufgestauter Frust, zum Teil in Kombination mit Sorgen oder Ängsten, explosionsartig entlädt. Die Ursache mag oft klein und nichtig erscheinen – aber sie ist die Initialzündung, die zum großen Knall führt. Ihr Kind wird von einem inneren Zorn überwältigt, den es in diesem Moment selbst nicht kontrollieren kann. Deshalb hilft bei Trotzanfällen weder geduldiges auf das Kind Einreden noch die große Schimpftirade. Für Sie eine nervenzehrende Situation. Für Ihr Kind aber genauso.
Wann beginnt die Trotzphase?
Die allerersten Trotzanfälle haben Kinder teilweise bereits im Babyalter – aber so richtig aktiv werden die kleinen Trotzköpfe im Alter von etwa zwei Jahren.

 

Die Kinder beginnen einen eigenen Willen zu entwickeln und das heißt: Jetzt wird versucht, den eigenen Kopf durchzusetzen. Koste es was es wolle! Auf dass die elterlichen Nerven dem eigenwilligen Kind Stand halten. Die Bandbreite von kindlichen Trotzanfällen ist groß: von sporadischer Bockigkeit über nicht enden wollendes „Ich will aber!“ bis hin zu Wutausbrüchen der Meisterklasse mit hysterischem Geschrei, Treten, Schlagen – alles ist dabei, nichts ist unmöglich. Die meisten Trotzanfälle haben einen gemeinsamen Nenner: Sie beginnen ohne Frühwarnsystem, wie der Blitz aus heiterem Himmel.
Trotzphase lehrt Kinder Durchhaltevermögen
Für Eltern ist die Trotzphase in erster Linie eines: Nervig. Anstrengend. Und manchmal auch peinlich. Aber für Kinder ist diese Entwicklungsphase immens wichtig. Eine ungeheure Beharrlichkeit und Frustrationstoleranz ist für Kinder die Voraussetzung, um gut durch die ersten Lebensjahre zu kommen. Der Ulmer Hirnforscher Prof. Manfred Spitzer beschreibt das so: „Wenn Sie wissen wollen, was Frustrationstoleranz ist, schauen Sie kleinen Kindern beim Laufen lernen zu - die ziehen sich am Tischbein hoch, plumpsen wieder hin, ziehen sich wieder hoch, plumpsen wieder hin. Und das machen sie ein paar Wochen lang. Dann können sie laufen.“ Sie lernen jetzt gerade: Im Leben muss man durchhalten, nicht nachlassen, bis man geschafft hat, was man schaffen will. Dann kann man laufen und ist schrecklich stolz.

Und so wie man das Laufen lernen muss, muss ein Kind auch lernen, die eigenen Emotionen zu regulieren und Geduld zu haben, wenn Bedürfnisse nicht sofort befriedigt werden. In der Trotzphase pendeln Kinder zwischen dem Wissen „Ich bin ich. Und ich habe einen eigenen Willen!“ und den noch unzureichend ausgebildeten motorischen oder sprachlichen Fähigkeiten, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, die eigenen Vorstellungen umzusetzen. Kleinkinder entwickeln einen Plan und wollen diesen dann hochmotiviert und voll Stolz umsetzen. Leider scheitern sie dann entweder am mangelnden Können – oder die Eltern machen ihnen einen Strich durch die Rechnung. „Nein, mit Hausschuhen kannst Du nicht in den Kindergarten gehen!“ „Nein, den Schokoriegel kaufe ich Dir jetzt nicht!“

 


Trotzphase sorgt für unverzichtbare Lernschritte
Kinder in der Trotzphase lernen viel für ihr späteres Leben: Sie lernen, ihre Gefühle in den Griff bekommen, und sie üben sich kontinuierlich im Umgang mit Stress und Frustration – alles Dinge, die für das soziale Miteinander unerlässlich sind. Und allein deshalb lohnt es sich für uns Eltern, dass wir die Trotzanfälle unserer Kinder aushalten und ihnen auf ihrem Weg des Lernens und Übens geduldig zur Seite stehen.
Trotz hat nichts mit bösem Willen und Erziehung zu tun
Für Eltern ist es wichtig zu wissen: Wenn sich das kleine Wutmonster schreiend auf dem Boden wälzt, ist das weniger ein taktisches Manöver, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen – die Kinder selbst erleben diesen Zustand vielmehr als eine Naturgewalt, die gerade über sie hereinbricht. Kein Kind im Trotzalter möchte seine Eltern durch Trotz beleidigen oder ihre Liebe und Geduld auf die Probe stellen.

 

Erste Hilfe bei Trotzanfällen

 

 

 

 

 

  • Versuchen Sie nicht, Wutanfälle vorherzusehen – und zu vermeiden. Ihr Kind wird diesen Plan durchschauen und die Situationen ausnutzen.

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich in seiner unermesslichen Wut nicht verletzen kann.

  • Manchen Kindern tut es gut, wenn sie sanft festgehalten werden. Der Körperkontakt und die Botschaft „Ich bin bei Dir, ich hab Dich lieb“ lässt es schneller wieder zur Ruhe kommen.

  • Wenn Ihr Kind nicht festgehalten werden möchte, zwingen Sie es nicht.

  • Reden Sie während eines Wutanfalls nicht auf Ihr Kind ein. Das ist völlig nutzlos! Warten Sie, bis es sich beruhigt hat.

  • Bleiben Sie selbst nach Möglichkeit ruhig. Ganz ruhig. Nicht schreien, nicht schimpfen, nicht die Geduld verlieren.

  • Dramatisieren Sie den Wutanfall nicht. Wenn Sie dem Wüten und Toben nicht allzu viel Aufmerksamkeit widmen, ist er oft auch schnell wieder vorüber.

  • Machen Sie sich nicht für den Wutanfall verantwortlich und nehmen Sie ihn nicht persönlich.

      

     

    Wer das begriffen hat, der weiß: in ein paar Minuten ziehen die Wolken vorüber. Dann nehmen wir uns in die Arme und reden darüber. Und morgen gibt es ein neues Spiel.

    Das zu begreifen ist das eine. Das andere sind die Gefühle, mit denen Eltern konfrontiert werden, wenn sich der niedliche Junior in ein rasendes Ungeheuer verwandelt. Hilflosigkeit. Wut. Unverständnis.

     

    Hier kommt vier Mal Trost:
     
    1. Alles ganz normal! Allen Eltern geht es in diesen Situationen ähnlich.
    2. Die Wutanfälle haben definitiv nichts mit schlechter Erziehung zu tun.
    3. Kinder bekommen ihre Trotzanfälle nur bei Menschen, zu denen sie volles Vertrauen haben und sich sicher fühlen.
    4. Vielleicht tröstet Sie ja auch diese Theorie: Je mehr Trotzanfälle im Kleinkindalter, desto gemäßigter fällt die Pubertät aus. Wir können allerdings leider Verantwortung für die die Richtigkeit dieser These übernehmen...


    Im Trotzalter schnell wieder vertragen
    Wenn wir als Eltern cool bleiben und aus dem Trotzanfall keine große Sache machen, flaut die Trotzwelle innerhalb weniger Minuten wieder ab. Ja, wir wissen: Das ist leichter gesagt als getan! Nichtsdestotrotz lautet Ihre elterliche Aufgabe jetzt: Selbstkontrolle – die Kraft dazu liegt in der Ruhe, die es zu bewahren gilt. Und selbst wenn die Trotzattacke der Kinder mal einen richtigen Streit verursacht hat, ist das kein Drama. Denn kleine Kinder im Trotzalter sind nicht nachtragend - tagelanges Schmollen liegt ihnen nicht, sie sind geborene Meister im sich Vertragen.

    Sobald Ihr Kind sich wieder beruhigt hat, sollten Sie ihm erklären, warum Sie beide gerade eine Meinungsverschiedenheit hatten. Stellen Sie sich darauf ein, dieselben Erklärungen in den nächsten Tagen, Wochen und Jahren noch viele, viele Male in ähnlicher Form wiederholen zu müssen. Denn wie beim Laufen lernen lautet die Devise auch hier: Übung macht den Meister.

     


    Wutanfälle begrenzen
    Völlig vermeiden lassen sich die ungeliebten Anfälle nicht. Aber die Zahl lässt sich dezimieren und auch die Heftigkeit des Ausbruchs lässt sich begrenzen.

     

     

     

    Wutanfälle begrenzen

 

  • Raus mit der Wut! Aber richtig! Helfen Sie Ihrem Kind herauszufinden, wie es mit seiner Wut umgehen kann: Wenn die Wut raus muss, hilft es auf ein dickes Kissen einzuschlagen. Sagen Sie ihm deutlich, was erlaubt ist – und was nicht. Schlagen und Treten ist verboten. Den dicken Softball gehen die Tür zu schmeißen ist okay. Loben Sie Ihr Kind, wenn es diese Regeln umsetzt.

  • Müde, hungrig, überfordert: Viele Ausbrüche entstehen in Situationen, in denen Kinder müde, hungrig oder überfordert sind. Gehen Sie also nicht mit einem hungrigen Kind zum Einkaufen, richten Sie die Kleidung für den nächsten Tag gemeinsam nach dem Abendessen raus und reduzieren Sie die Auswahlmöglichkeiten beim Essen und Spielen.

  • Ruhe am Abend: Halten Sie sich an feste Abendrituale und sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind genug Schlaf hat. Beides hilft, abendlichen Wutanfällen vorzubeugen. Wenn bestimmte Abläufe immer gleich sind, lernen Kinder schnell, dass es keinen Sinn macht dagegen anzukämpfen.

  • Verlässliche Regeln: Wenn Sie verlässliche Regeln aufstellen und an diesen ohne Ausnahmen und Diskussionen festhalten, gibt dieser fixe Rahmen ihrem Kind Halt. Es kommt erst gar nicht auf die Idee, hier die Grenzen auszureizen.

  • Ablenkung: „Schau mal, da drüben ist ein großer Bagger!“ „Hilf mir doch mal, das Regal mit den Eiern zu finden!“ Kleinkinder lassen sich in manchen Situationen noch leicht ablenken. Die Chance besteht, dass der Sturm so vorüberzieht.

  • Raus mit der Wut! Aber richtig! Helfen Sie Ihrem Kind herauszufinden, wie es mit seiner Wut umgehen kann: Wenn die Wut raus muss, hilft es auf ein dickes Kissen einzuschlagen. Sagen Sie ihm deutlich, was erlaubt ist – und was nicht. Schlagen und Treten ist verboten. Den dicken Softball gehen die Tür zu schmeißen ist okay. Loben Sie Ihr Kind, wenn es diese Regeln umsetzt.

     

    Was Sie vermeiden sollten: Situationen zu umgehen, in denen es häufig zu einem Trotzanfall kommt. Oder nachgeben. Schnell lernt Ihr Kind, auf welchem Weg es sich den geliebten Schokoriegel erfolgreich ertrotzen kann. Wutanfälle in der Öffentlichkeit sind die schlimmsten, keine Frage. Und garantiert steht eine Oma daneben, wenn sich der Junior brüllend auf der Erde wälzt und gibt entweder ihre klugen Tipps zum Besten und oder murmelt etwas Unverständliches von wegen „schlecht erzogen“ vor sich hin. Da hilft nur eins: Augen zu und durch! Nicht ausflippen, nicht schreien – aber auch nicht nachgeben. Das souveräne Mamalächeln aufsetzen und schnellstmöglich den Schauplatz des Zorns verlassen. Manchmal hilft auch der Blick von außen: Schauen Sie sich die Szene kurz von außen an. Manchmal muss man da fast ein kleines Lächeln unterdrücken. Denn eigentlich ist so viel geballte Energie und so viel Wut aus so nichtigem Anlass fast schon wieder lustig. Okay: Nur fast…

     

    Auch die Trotzphase hat ein Ende
    Die heftigen Ausbrüche der zweijährigen Kinder in der Trotzphase sind tatsächlich eine spezifische Entwicklungsphase - und jede Phase hat einen Endpunkt. Fast wie eine erste kleine Pubertät sehen Entwicklungsforscher das Trotzalter heute als Übergang vom Babyalter in die Kindergartenzeit. Das heißt mit spätestens vier Jahren sollte die schlimmste Trotzphase überstanden sein.

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    Buchtipp für Kinder ab drei Jahren

    Der kleine Trotzdrache von Patricia Mennen, erschienen bei arsEdition, Preis: 12,95 Euro
    Fauchi ist ein grüner Feuerdrache, der sich zusammen mit seiner Familie und seinen Freunden des Lebens freut. Bis sich eines Nachts ein kleines Monster namens Trotz in seinem Ohr festsetzt. Und ab da ist nichts mehr so wie es war. Die Geschichte zeigt, wie der kleine Drache lernt, mit seinen Gefühlen umzugehen und schlussendlich den kleinen Trotz wieder loswird.
    Das Buch gibt's bei Amazon.de!

     

      

    Quell-URL: http://www.familie.de/kind/trotzphase-trotz-bei-kindern-626166.html

 

Tipps bei Trotz-Anfällen

 

Sie kennen das: Ihr kleiner Sandkuchenbäcker wirft sich von einem Augenblick zum anderen brüllend auf den Boden, weil es Zeit ist, vom Spielplatz nach Hause zu gehen. Ganz klar: Ihr Kind steckt mitten in der Trotzphase! Auch wenn Kinder die Nerven ihrer Eltern jetzt ganz schön strapazieren können: Dieses Aufbegehren ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Selbstständigkeit. 

 

Das beste Mittel, als Eltern einigermaßen gelassen durch die Trotzphase zu kommen, ist das Wissen darum, dass es sich dabei um einen äußerst bedeutsamen Schritt in der Persönlichkeitsentwicklung Ihres Kindes handelt. Der eigene Wille Ihres Kindes erwacht – er zeigt sich in Form von Trotzreaktionen und Gehorsamsverweigerung. Dabei wendet sich Ihr Kind aber nicht in erster Linie gegen Sie. Es leidet vielmehr unter seiner eigenen Unzulänglichkeit, weil es ständig an seine Grenzen stößt. Knirpse im Trotzalter wollen vieles, was sie noch nicht können – denken Sie z. B. nur an die „widerspenstige“ Strumpfhose, die sich partout nicht alleine anziehen lassen will...

 

Da ist Frustration vorprogrammiert, mit der Ihr Kind erst einmal fertig werden muss. Gleichzeitig „funktionieren“ auch die geliebten Eltern plötzlich nicht mehr so, wie es sich das vorstellt. Sie verbieten ihm etwas oder wenden sich gar ab – kurz, sie setzen Grenzen. Und das führt bei Ihrem Kind zu einer Art „Panikreaktion“, dem Trotzanfall. Es ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage, die Situation zu überblicken, fühlt sich verzweifelt und kann dem Chaos seiner Gefühle nicht mehr Herr werden.

 

Trotzphase: Wie viel Konsequenz muss sein?

 

Da Sie jetzt um das Gefühlschaos und die Verzweiflung Ihres Kindes im Trotzanfall wissen, wird es Ihnen leichter fallen, ihm gerade in dieser Phase besonders viel Aufmerksamkeit und Zuwendung zu schenken. In einer Entwicklungsphase, in der es ohnehin Probleme mit der Anpassung an die Welt hat, sind zusätzliche Einschränkungen und Strafen das letzte, was Ihr Kind jetzt brauchen kann.
Das heißt allerdings nicht, dass Sie Ihrem Kind alles durchgehen lassen sollten
. Wägen Sie ab, was in der aktuellen Situation erforderlich ist und was gegen Ihre Prinzipien spricht. Bekommt Ihr Kind kurz vor dem Mittagessen einen Wutanfall, weil Sie ihm einen Keks verweigern, sollten Sie standhaft bleiben und allenfalls kurz begründen, warum es jetzt nichts bekommt.

 

Trotz allen Protestgeheuls sollten Sie also bei den geltenden Grenzen und Regeln fest bleiben. Oft muss ein klares „Nein“ einfach sein, auch wenn es auf noch so heftige Gegenwehr stößt. Lassen Sie sich nicht auf längere Diskussionen ein und sparen Sie sich ausführliche Erklärungen: Trotz ist etwas sehr Emotionales. In diesem Moment dringen Sie mit vernünftigen Erklärungen gar nicht zu Ihrem Kind durch. Erklärungen machen erst dann wieder Sinn, wenn der Trotzanfall vorüber ist und Ihr Kind Ihnen wieder zuhören kann. Wenn sich Ihr Kind sehr in seinen Ärger hineinsteigert, sollten Sie versuchen, es zu beruhigen und aus der Situation herauszuholen. Ist es derart wütend, dass es sprichwörtlich mit dem Kopf durch die Wand will, können Sie es sanft, aber konsequent auf dem Schoß festhalten, um zu vermeiden, dass es sich verletzt.

 

Sie tun sich und Ihrem Kind keinen Gefallen, wenn Sie seinen Trotzanfällen zu häufig nachgeben. Die Kleinen sind äußerst lernfähig! Wenn Ihr Kind merkt, dass es mit seinen Protesten Erfolg hat, wird es immer wieder Wutanfälle einsetzen, um etwas zu erreichen – auch nach der eigentlichen Trotzphase!

 

Faustregel in der Trotzphase:

Verbieten Sie Ihrem Kind nur solche Dinge, die Sie ihm auch dann noch vorenthalten würden, wenn es deswegen einen Trotzanfall bekommt. In der Regel handelt es sich dann um das wirklich Wichtige!

 

  • Sprechen Sie verständlich, klar und deutlich mit Ihrem Kind. Endlos lange Erklärungen und Vorträge führen selten zum Ziel. Erklären Sie Ihrem Kind trotzdem kurz und in verständlicher Form, warum es etwas nicht darf –allerdings nicht gerade während eines heftigen Trotzanfalls!
  • Vermeiden Sie kritische Situationen. Sie wissen sicher ganz genau, wann Ihr Kind besonders trotzgefährdet ist. „Gefährlich“ ist meist Müdigkeit, aber auch Hunger.Versuchen Sie entsprechende Situationen zu vermeiden, indem Sie für Abhilfe sorgen (z. B. Kind schlafen legen). Ist das einmal nicht möglich, sollten Sie nicht zu viel verlangen und besonders nachsichtig sein.
  • Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sich auf Veränderungen einzustellen. Sagen Sie Ihrem spielenden Kind z. B. schon zehn Minuten vorher, dass Sie bald spazieren gehen wollen. Alles, worauf man sich einstellen kann, kann man auch leichter annehmen.

 

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  • Bleiben Sie für Ihr Kind berechenbar. Nichts verwirrt es mehr als unterschiedliches Verhalten in derselben Situation! Manchmal ja, dann wieder nein, ein andermal vielleicht und manchmal lange Diskussionen bereiten ihm große Schwierigkeiten.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind in guten Momenten immer wieder Ihre Zuneigung. Nehmen Sie es einfach öfter in den Arm, kuscheln Sie zusammen, hören Sie ihm aufmerksam zu, bewundern und loben Sie es.
  • Unterstützen Sie Ihr Kind möglichst oft in seinen Bestrebungen nach Selbstständigkeit. Bieten Sie Situationen an, in denen Ihr Kind selbstständig sein kann. Nehmen Sie sich Zeit für gemeinsame Unternehmungen, bei denen Ihr Kind das Tempo angibt.

 

 

 

 

 

Quelle: http://www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/so-kommen-sie-gelassen-durch-die-trotzphase.html

 

 

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Wenn Kinder trotzen

Kinder zwischen dem 1. und dem 5. Lebensjahr durchlaufen eine ganz entscheidende Entwicklungsphase. Wenn Eltern wüssten, dass Trotz die Unabhängigkeitserklärung der Kinder an ihre Eltern ist, könnten sie gelassener und entspannter diesen psychologischen Kleinkrieg mit ihren Kindern führen. Jan-Uwe Rogge zeigt anhand vieler anschaulicher Beispiele Handlungsalternativen im Umgang mit den liebenswerten „kleinen Monstern“ auf.

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Produktbeschreibung

Trotzalter: Die Wutfalle schnappt zu:

Wenn Kinder trotzen, geraten Eltern schnell an ihre eigenen Grenzen. Der Geduldsfaden reißt, der Verständnispegel tendiert Richtung null und die Kommunikation erschöpft sich in kurzen Befehlssätzen und genervten Ausrufen. Unausgesprochene Kommentare der Schwiegermutter bezüglich der Unfähigkeit, die eigenen Kinder zu erziehen, erschweren den Umgang mit dem Nachwuchs zusätzlich. Natürlich kommen die Wutausbrüche immer dann, wenn man sie überhaupt nicht gebrauchen kann. Zum Beispiel an der Kasse im Supermarkt oder im Wartezimmer beim Arzt. Viele Eltern treibt die Trotzphase geradezu in den Wahnsinn und es fällt ihnen schwer, die Nerven zu behalten.
Jan-Uwe Rogge zeigt mit viel Verständnis für die freiheitsliebenden Trotzköpfe auf, warum diese Phase existenziell wichtig für Eltern und für Kinder ist. Eltern wollen Kinder, die einzigartig, selbstbewusst und eigenständig sind. Um das zu erreichen, müssen sich Kinder abgrenzen, sich auflehnen und trotzen. Die Trotzphase macht aus Kindern geistig autonome Menschen, die freilich noch nicht darin geschult sind, ihre Wünsche respektvoll und vorausschauend vorzutragen. Das lernt übrigens so mach Erwachsener sein Lebtag nicht.

 

Der Trotzphase mit Gelassenheit die Spitze nehmen

Eltern allerdings steht eine ganze Palette von Reaktionsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Basis für eine hilfreiche Kommunikation mit den Kleinsten bilden die fünf großen „G“:
•    Geduld
•    Gelassenheit
•    Geschicklichkeit
•    Grenzen
•    große Gefühle
Der Autor legt offen, dass die Trotzphase von Kind zu Kind anders verlaufen kann: Die Ausprägung reicht von einem zarten Frühlingssturm bis hin zu einer weltumspannenden globalen Klimakatastrophe. Entsprechend individuell können und müssen Eltern damit umgehen.
Besorgte Eltern können beruhigt sein. Jan-Uwe Rogge macht überzeugend deutlich, dass weder ein versierter Psychiater hinzugezogen werden muss, noch dass die trotzenden Kinder von bösartigen Geistern besessen sind. Trotzköpfe sind auch nicht bewusst ungehorsam und müssen deshalb hart bestraft werden. Und nebenbei bemerkt macht es ein großer Unterschied, ob Eltern ihren Kindern bei maßlos unangemessenem Verhalten klar und bestimmt ihre Grenzen aufzeigen oder durch machtorientiertes Handeln ein falsches Signal setzen.

Aufmerksamkeit durch bewusste Dramaturgie in der Trotzphase

Wer über den Verlauf der Trotzphase Bescheid weiß, kann entspannter einer turbulenten Zeit entgegen sehen und ganz neue, überraschende Lösungsansätze entwickeln. Wenn Eltern sich neben ihre Kinder stellen, ihnen Halt geben und sie zum richtigen Zeitpunkt gewähren lassen, werden sie dem großen schauspielerisches Talent ihrer Kinder auch positive Seiten abgewinnen können – denn eines ist allen Trotzköpfchen gemeinsam: Sie inszenieren ein Drama nach allen Regeln der Kunst und brauchen ein aufmerksames Publikum! Na dann, Vorhang auf!

 

 

Quelle: Internet

 

 

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Wie behandelt man Kinder im Trotzalter?

Quelle: derstandard.at

 

http://derstandard.at/1350259429052/Wie-behandelt-man-Kinder-im-Trotzalter

 

 

 

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Grenzen und Regeln im Kindergarten: Warum ein Nein auch gut sein kann

Manche Eltern und auch manche Erzieherinnen denken, ein Nein einem Kind gegenüber ist hart. Dabei sind klare Grenzen und Regeln im Kindergarten und im Elternhaus gerade für Kinder wichtig. Sie dienen der Werteerziehung und der Gewissensbildung, die bis zum Schuleintritt in der Regel abgeschlossen sind. Nur durch Regeln und Grenzen ist ein freies Zusammenleben in einer Gruppe überhaupt möglich. Kinder, die Grenzen und Regeln im Kindergarten bewusst oder unbewusst immer wieder überschreiten, sind oft auch Kinder, die von zu Hause keine Grenzen gewohnt sind und sie durch ihr Verhalten regelrecht einfordern, um Sicherheit und Geborgenheit zu erfahren. Lesen Sie im Folgenden, wie und warum Regeln und Grenzen im Alltag gelebt werden müssen.

Reibung erzeugt Wärme...

...das können Sie immer wieder selbst in Ihrem Alltag feststellen. Oft sind es die Kinder, die Ihnen am längsten auch nach der Kita-Zeit im Gedächtnis bleiben, mit denen Sie immer wieder an der Einhaltung von Grenzen und Regeln im Kindergarten arbeiten mussten. Klare Vorgaben und Richtlinien im Alltag mögen den Kindern in gewissen Situationen zwar nicht immer passen oder verständlich sein, aber sie spüren, dass dies Sicherheit vermittelt und eine Geradlinigkeit, die verlässlich ist.

Grenzen und Regeln im Kindergarten-Alltag bedeuten für die Kinder auch, dass sich jemand um sie kümmert. Es ist nicht egal, ob ein Kind auf einer Spielebox sitzt oder jemandem das Essen wegnimmt. Somit bedeutet die Einhaltung von Regeln im Kindergarten auch Beachtung, indem Sie Interesse für jedes Kind zeigen und ihm Achtung und Wertschätzung entgegenbringen.

Grenzen setzen bedeutet Freiheit für jeden

Grenzen zu setzen und Regeln im Kindergarten zu haben schränkt das Tun und Handeln von jedem Kind und auch von jedem Erwachsenen ein. Es bedeutet jedoch gleichzeitig, dass niemand über die Maßen benachteiligt oder verletzt wird. Die Kinder sollen erfahren, dass sie mit einer Grenzübertretung die Freiheit eines anderen Kindes verletzen oder missachten. Mit Gesprächen im Alltag können Sie immer wieder auf dieses Verständnis hinwirken. Im Infokasten unten finden Sie schnell und übersichtlich zusammengefasst, welche Bedeutung Grenzen und Regeln im Kindergarten haben. Regeln und Grenzen sind nicht nur Bestandteil Ihrer Arbeit in der Kita, sondern auch...

 

 

 

 

Helfen Sie Kindern, mit Mediation Beschwerden und Konflikte konstruktiv zu lösen

Michael kommt auf Sie zugerannt und ruft: „Immer nimmt mir Mara die Stifte weg!“ Das ruft Saskia auf den Plan: „Wenn alle so laut sind, kann ich mich nicht konzentrieren!“ 2 Beschwerden auf einmal – Gruppenalltag, wie Sie ihn kennen. Schnell den einen Konflikt lösen, dann den anderen.

Doch nur auf den ersten Blick sind die Konflikte zwischen den Kindern gelöst, wenn Sie für eine schnelle Lösung des Streits sorgen. Je früher Sie eingreifen und je mehr Konflikte und Beschwerden der Kinder Sie lösen, desto unselbstständiger bleiben die Kinder und setzen Beschwerden als Nörgelei ein.

Werden Sie deshalb zur Mediatorin für die Kinder. Dabei beziehen Sie die Anliegen und Sichtweisen der Kinder mit ein und bauen auf ihre Lösungsvorschläge.

Als Mediatorin bringen Sie die Kinder weiter

Mediation bedeutet wörtlich übersetzt Vermittlung. Sie stellt eine Möglichkeit dar, konstruktiv und verantwortungsvoll mit Konflikten und Beschwerden umzugehen. Angestrebt wird eine so genannte Win-win-Lösung: Es gibt keinen Verlierer, die Konfliktparteien gewinnen beide.

Treten Sie als Mediatorin auf, dann

 

  • lernen die Kinder, sowohl die Gesichtspunkte des Beschwerdeführers als auch die andere Seite zu verstehen und so sich in den anderen hineinzuversetzen,
  • lernen die Kinder, dass Gefühle zu jedem Streit dazugehören,
  • erarbeiten die Streitenden ihre Konfliktlösung selbst und übernehmen dafür auch die Verantwortung,
  • gibt es nur Gewinner.

Gliedern Sie die Mediation mit den Kindern in 5 Teile. Ausgehend vom genannten Fallbeispiel gehen Sie mit Michael in den Kreativbereich und fragen, was geschehen ist.

1. Informationen über den Konflikt sammeln

Michael und Mara berichten gleichzeitig ihren Standpunkt. Sie unterbrechen beide und gehen mit ihnen in eine ruhige Ecke, z. B. an den Nebentisch. Achten Sie darauf, dass alle auf Augenhöhe miteinander sprechen können, und nehmen Sie kein Kind auf den Schoß. Die Platzverteilung muss Ihre Neutralität und die Gleichberechtigung unter den Kindern deutlich machen. Beginnen Sie am besten mit den Worten: „Michael kam zu mir, weil es Streit um die Stifte gab. Ich will nicht euren Streit lösen, sondern euch jetzt helfen, dass ihr selbst eine Lösung findet.“ Vereinbaren Sie mit den Kindern im Vorfeld folgende wichtige Kommunikationsregeln:

 

  1. Ich höre aufmerksam zu.
  2. Ich unterbreche niemanden.
  3. Ich beschimpfe niemanden.

2. Klarheit in den Streit bringen

Die Kinder benennen der Reihe nach ihren Standpunkt. Ihre Aufgabe dabei ist es, die Ansichten der Kinder zu spiegeln und wichtige Streitpunkte nochmals zu benennen. So fühlt sich jedes Kind akzeptiert, verstanden und kann, wenn nötig, Missverständnisse ausräumen.

 

3. Die Standpunkte herausarbeiten

Als Nächstes geht es um die Hintergründe der Beschwerde oder des Konfliktes und die Gefühle der Kinder. Durch aktives Zuhören und gezieltes Nachfragen können Sie herausfinden, welche Bedürfnisse und Interessen jedes Kind im Streit verfolgte. Wichtig ist eine möglichst klare Benennung der Gefühle der Kinder, wie Trauer, Wut oder Ärger. Das macht den Kindern deutlich, dass Gefühle zu jedem Konflikt gehören, und erhöht das gegenseitige Verständnis. Das ist vor allem als Vorbereitung für den nächsten Teil wichtig.

 

4. Lösungsmöglichkeiten suchen

Jetzt ermutigen Sie die Kinder, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Halten Sie sich dabei unbedingt mit eigenen Vorschlägen zurück, weil Sie sonst die neutrale Vermittlerrolle aufgeben. Diese Lösungsmöglichkeiten werden ohne Wertung gesammelt. Mit Hilfe Ihrer Moderation versuchen die Kinder nun, eine Lösungsmöglichkeit zu erarbeiten, die für alle Kinder akzeptabel ist.

 

5. Eine Lösung des Konfliktes vereinbaren

Wenn die Kinder eine Lösung gefunden haben, wiederholen Sie diese noch einmal deutlich und fragen alle Beteiligten, ob sie einverstanden sind. Im oben genanten Fallbeispiel vereinbaren Mara und Michael, dass Michael nur einen Stift in die Hand nimmt, den er zum Malen braucht, und Mara so lange abwartet, falls sie dieselbe Farbe benötigt. Dann fordern Sie die Kinder auf, sich die Hand zu reichen, mit diesem deutlichen Zeichen ihren Konflikt endgültig zu beenden und zu zeigen, dass sie die Vereinbarung akzeptieren und sich auch an sie halten werden.

Wenn Sie als Mediatorin einer Beschwerde nachgehen oder einen Streit vermitteln, ist es sicher zeitaufwändiger, als selbst eine Lösung zu bieten. Doch Sie werden Folgendes erkennen:

 

  • Vorgetragene Beschwerden enden nicht in einer Meckerei, sondern werden ernsthaft gelöst.
  • Die Fähigkeit der Kinder, einen Konflikt einvernehmlich zu lösen, nimmt deutlich zu.
  • Die Beziehungen der Kinder werden sich nachhaltig verbessern, Nörgeleien nehmen deutlich ab.

Beschwerden und Unzufriedenheiten der Kinder haben immer einen Grund. Als Mediatorin erarbeiten Sie die Hintergründe. So stärken Sie ein konstruktives Miteinander in Ihrer Gruppe und machen Konfliktkompetenz für die Kinder erlebbar.

 

 

 

 

 

Ihre Sprache: Ein Vorbild für die Kinder

Vor kurzem hörte ich, wie ein Kind in meiner Gruppe sagte: „Mann oh meter, pack den Peter!“ Ich musste innerlich schmunzeln und fragte es, woher es denn diesen Spruch kennt. Da bekam ich zur Antwort: „Das sagst du doch immer!“ Wieder einmal wurde mir bewusst, wie sehr wir als Erzieherinnen mit unserem Sprachverhalten die Sprache der Kinder beeinflussen. Alles, was wir sagen, wird von Kindern aufgenommen. Daher ist es wichtig, dass wir uns immer wieder unsere Sprache und den Umgang mit ihr bewusst machen!

Überprüfen Sie Ihre Sprache

Zuerst ist es notwendig, dass Sie einen kritischen Blick auf Ihre Sprache werfen. Hören Sie sich selbst beim Sprechen zu. Bitten Sie zusätzlich Kolleginnen, darauf zu achten. Ihre Sprache sollte

 

  • langsam und deutlich sein,
  • möglichst ganze Sätze enthalten,
  • nicht stark von Dialekt geprägt sein.

Wenn Sie normalerweise Dialekt sprechen, soll das nicht heißen, dass Sie ab sofort Hochdeutsch sprechen müssen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse sagen aus, dass eine dialektgefärbte Sprache vertretbar ist, wenn langsam und deutlich gesprochen wird. Bemühen Sie sich allerdings, nicht zu viele Dialektwörter zu benutzen.

Darauf sollten Sie beim Sprechen mit Kindern achten

Beim Sprechen mit Kindern sind einige Dinge besonders wichtig: Unterstützen Sie Ihr Gesagtes mit Mimik und Gestik. Das macht Ihre Sprache lebendiger und anschaulicher. Begleiten Sie möglichst viele Ihrer Handlungen sprachlich. Erzählen Sie den Kindern, was Sie vorhaben oder gerade tun. Sie sitzen mit der Gitarre am Tisch und üben ein Lied, also sagen Sie: „Nächste Woche möchten wir ein neues Lied lernen. Ich fände es schön, wenn wir es mit Gitarrenbegleitung singen. Daher versuche ich gerade, wie es auf der Gitarre klingt.“ Auch ganz alltägliche Abläufe sollten von Sprache begleitet werden, z. B. „Ich schenke dir Tee ein.“ Dies ist vor allem für die Erweiterung des Sprachschatzes ausländischer Kinder sehr wichtig.

Spricht ein Kind einen Satz oder ein Wort falsch aus, verbessern Sie es kommentarlos, indem Sie den Satz richtig wiederholen. Vermeiden Sie geschlossene Fragen, auf die das Kind nur mit „Ja“ oder „Nein“ antworten kann. Also nicht: „Magst du gerne Bananen?“, sondern: „Welches Obst magst du gerne?“ Loben Sie die Kinder immer wieder während oder nach Gesprächen: „Schön, dass du mir das erzählt hast. Jetzt kann ich mir richtig gut vorstellen, was du alles am Wochenende erlebt hast.“

 

Ein gelungenes Gespräch mit Kindern

Jeden Tag sprechen wir mit den Kindern und hören ihnen zu. Doch auch hierbei können Sie viel tun, damit Gespräche zu einem gelungenen Teil der Sprachförderung werden.

 

  • Wenden Sie sich dem Kind zu. Auch Körperkontakt in Form von Berührungen und Umarmungen tragen zu einer guten Gesprächsatmosphäre bei.
  • Halten Sie während des Gesprächs Blickkontakt.
  • Lassen Sie das Kind ausreden.
  • Stellen Sie anschließend offene Fragen, um das Kind zum weiteren Erzählen anzuregen.
  • Wiederholen Sie das Gesagte. Dann hat das Kind die Rückmeldung, was bei Ihnen wie angekommen ist.

Nicht alles gelingt immer gleich auf Anhieb. Wichtig ist, dass es Ihnen bewusst wird, wenn etwas nicht gut war. Dann haben Sie die Möglichkeit, sich beim nächsten Mal zu verbessern.

Sprachliche Muster haben sich bei jedem Menschen über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg eingeprägt. Diese Muster zu verändern gelingt nur, wenn Sie sich immer wieder selbstkritisch zuhören. Den bewussten Umgang mit Sprache können Sie Schritt für Schritt erlernen.

 

 

Quelle: www.prokita-Portal.de

 

 

UND NOCH MEHR...

 

Mein Kind will nicht mehr in den Kindergarten

 

von Silke R. Plagge

 

Es gibt Kinder, denen der Start im Kindergarten schwer fällt. Doch was tun, wenn das Kind bisher jeden Vormittag blieb und ganz plötzlich immer wieder mit Mama und Papa mitgehen möchte oder zuhause im Kindergarten-Streik ist?

 

Paula (3) ist ein Energiebündel. Das kleine Mädchen mit dem blonden Lockenkopf geht gern in den Kindergarten und findet es besonders toll, schon am Abend alle Taschen auf der kleinen Küchenbank vorzubereiten. Mamas Arbeitstasche, Papas Arbeitstasche und Paulas Kindergartentasche. Nur eigentlich braucht Mama gar keine Tasche, denn die arbeitet ja zu Hause am Computer. Trotzdem besteht Paula darauf, dass jeder ein Brot geschmiert bekommt.

 

 „Die ersten vier Monate Kindergarten waren total unkompliziert,“ berichtet Paulas Mutter Sabine. Ihre Tochter war vorher schon zwei Mal in der Woche bei einer Tagesmutter gewesen und wollte am ersten Tag gleich ohne Mutter da bleiben. „Sie hat gleich neue Freunde gefunden, mochte die Erzieherinnen und war fröhlich, wenn ich sie abholte.“ Doch seit zwei Wochen gibt es immer wieder Problem. „Es fing damit an, dass sie am Abend ihre Kindergartentasche nicht hinstellte.“ Am nächsten Morgen ging gar nichts. Paula wollte nicht aufstehen, wollte sich nicht anziehen. Und in den Kindergarten wollte sie erst recht nicht. „Wir wären so spät gekommen, da habe ich dann abgesagt und wir haben es uns zu Hause gemütlich gemacht.“ Ein Fehler. „Seitdem möchte Paula jeden zweiten Tag nicht mehr in den Kindergarten. Wenn sie einmal da ist, schimpft sie, aber sie beruhigt sich wieder.“

 

Sabine und ihr Mann Dirk fangen an sich Sorgen zu machen. Könnte es sein, dass etwas nicht stimmt? „Was merkwürdig war, war dass Paula auch an den Tagen, an denen sie so einen schlechten Start hatte, immer fröhlich war, wenn ich kam. Sie war meist mitten im Spiel und wollte noch gar nicht nach Hause.“ Schließlich suchten die Eltern das Gespräch mit den Erzieherinnen. Die konnten sie beruhigen. „Auch für Erwachsene ist ein neuer Arbeitsplatz am Anfang aufregend und spannend. Irgendwann fängt dann die Alltags-Routine an. Und genauso würde es wahrscheinlich Paula gehen. Im Kindergarten ist sie in der Gruppe sehr angekommen. Aber sie hat eben auch gemerkt, dass es zu Hause schön sein kann.“ Gemeinsam mit den Erzieherinnen überlegen die Eltern schließlich ein neues Morgen-Ritual. Ab nun darf Paula ihre Mama oder ihren Papa aus der Tür rausschieben. Sie ist im Kindergarten nämlich Bestimmerin. Das gefällt ihr so gut, dass die Proteste aufhören.

 

Doch nicht immer sind Lösungen so leicht. Es gibt Kinder, denen der Kindergartenbesuch schwer fällt. Es gibt viele Dinge, die für kleine Kinder schwierig sein können: ein Abschied von der Lieblingserzieherin, ein bester Freund, der plötzlich nicht mehr mit einem Spielen mag. Im Frühling und im Sommer wird viel draußen getobt, im Winter sind die Kinder viel drinnen und oft herrscht dann im Kindergarten ein Lärmpegel, der auch für Kinderohren sehr anstrengend ist. Oder wird das Kind von anderen geärgert?

 

Manchmal fällt der Abschied schwer (© Thinkstock)

 

Manchmal fällt der Abschied schwer (© Thinkstock)

 

Es kann auch sein, dass ein Kind zwar noch gern in den Kindergarten gehen mag, aber sich nicht mehr gern von den Eltern trennen möchte. Vielleicht weil sich ein Geschwisterchen ankündigt oder aber weil es einfach gerade die Nähe sucht, möglicherweise ist der nächste Virus im Anmarsch.

 

 

 

Wie können Eltern eine Lösung finden?

 

Ein kleine Auszeit kann manchmal wirklich helfen, auch wir Erwachsenen brauchen ja Pausen. Sie kann aber nur dann hilfreich sein, wenn das Kind einfach erschöpft ist und diese Pause braucht. Gegen Lärm oder Ärger mit Freunden hilft sie nicht. So eine Pause kann auch bewirken, dass das Kind merkt, dass es gern in den Kindergarten geht und nicht „muss“.

 

Wenn ein Kind überhaupt nicht in den Kindergarten möchte, schlecht träumt und sich auffällig verändert, dann sind das Zeichen, die Eltern hellhörig werden lassen müssen. Anders als bei Paula könnte es dann nämlich sein, dass ein Kind wirklich ernste Probleme im Kindergarten hat und nicht nur eine Auszeit wünscht.

 

Der erste Ansprechpartner sollte das Kind sein. Mama und Papa können sich ein Bilderbuch zur Hilfe nehmen, und mit dem Kind über den Kindergarten sprechen. Eltern können sich vom Kind beschreiben lassen, wie der Tag im Kindergarten abläuft. Und ob es etwas gibt, das es traurig macht. Kinder möchten – genau wie wir Großen – gar nicht sofort einen klugen Rat. Am besten ist es, eine gemeinsame Lösung zu finden. Wenn die beste Freundin nicht mehr mitmalen möchte, vielleicht findet sich ja ein anderes Kind, das auch so gern mit den Stiften hantiert? Es hilft den Kindern, wenn sie merken, dass sie Verständnis bekommen. Aber nicht immer können Kindergartenkinder beschreiben, wie sie sich fühlen. Und manchmal ist ein Grund auch nicht sehr offensichtlich.

 

Gespräche mit den Erziehern, neue Rituale und Auszeiten – vieles kann hilfreich sein

 

Eltern sollten daher unbedingt auch das Gespräch mit den Erziehern und Erziehern des Kindes suchen. Will das Kind nur nicht von zu Hause weg und ist es im Kindergarten fröhlich? Wie verhält es sich im Kindergartenalltag? Die Erwachsenen, die das Kind täglich begleiten, haben oft eine Idee, wie der Alltag einfacher werden kann. Manchmal hilft ein neues Abschiedsritual, manchmal muss eine individuelle Lösung gefunden werden, die etwas schwieriger ist. Wenn das Kind die Nähe zu den Eltern noch so sehr sucht, könnte es vielleicht helfen, wenn es den Kindergarten weniger Stunden besucht. Oder wenn Mama nach dem Kindergarten mit dem Kind nicht Manchmal ist auch ein kleiner Urlaub oder ein sehr gemütliches Wochenende ohne Programm für die ganze Familie eine wunderbare Lösung. Denn mal ganz ehrlich: So eine „Einfach-mal-keine-Lust“-Phase haben Erwachsene doch auch. Wäre es nicht schön, einfach mal zu sagen: „Nö, mache ich heute nicht. Ich will zu Hause sein, kuscheln, schlafen und verwöhnt werden.“ Dreijährige dürfen das. Es zeigt ja auch, dass sie sich geliebt und geborgen fühlen und gern bei ihren Eltern sind.

 

 

Mein Kind will nicht in den Kindergarten gehen - was tun?

Kinder werden so schnell groß! - Diese Aussage ist für viele Eltern nicht nur so dahingesagt, sondern birgt tatsächlich ein wenig Wahrheit in sich. Es sind nämlich vor allem die ersten drei bis vier Lebensjahre, in denen sich die Kleinen sehr schnell entwickeln - und ehe Eltern sich versehen, kommen die Kleinen bereits in den Kindergarten. Kinder treffen neue Freunde und gibt viele neue Spiele zu entdecken. Aus diesem Grund gehen die meisten Kinder in der Regel gerne in den Kindergarten. Dennoch sind die ersten Tage oftmals etwas schwierig, denn von nun an müssen Kinder eine Zeit lang ohne ihre Eltern sein. Einige Tränchen sind hier kein Einzelfall, doch diese trocknen auch schnell wieder. Das kann allerdings auch anders aussehen: Manche Kinder scheuen sich vor dem Kindergarten und können die Zeit ohne Mama und Papa nur schwer ertragen. Grundsätzlich gilt: Nehmen Sie Ihre Kinder ernst. Selbst wenn der Grund für die Unlust auf den Kindergarten banal erscheint, ist er für Ihr Kind wichtig und bedarf der Aufklärung. Probleme mit anderen Kindern können dabei ebenso Unlust auf den Kindergarten auslösen wie Spannungen mit den Betreuern. Sollten Kinder noch zu klein sein oder aus einem bestimmten Grund selbst keine Erklärung dafür liefern können, warum sie nicht mehr in den Kindergarten möchten, ist ein Gespräch mit den Erziehern der richtige Lösungsansatz. Vergegenwärtigen Sie sich aber gleich zu Beginn, dass es keine allgemeingültige Lösung für das Problem Ihres Kindes gibt. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks kommt der Spaß am Kindergarten aber meistens schnell wieder zurück.

 

Warum möchte mein Kind nicht in den Kindergarten?

 

Die Gründe, warum ein Kind nicht in den Kindergarten gehen möchte, sind vielfältig und hängen stark mit der Persönlichkeit der Kleinen zusammen. Dabei ist der häufigste Faktor in der Trennung von den Eltern zu sehen. Die Kleinen sind es gewohnt, den ganzen Tag in einer vertrauten Umgebung zu sein und dort von Mama und Papa begleitet zu werden. Manchmal sind es zugleich die Großeltern oder gute Freunde, die auf die Kinder aufpassen, aber auch zu diesen Personen besteht eine enge Bindung. Im Kindergarten sind die Kinder dann zum ersten Mal auf sich allein gestellt und müssen sich an eine neue Umgebung gewöhnen. Dieser Umstand löst Ängste aus: Angst vor dem Unbekannten und Verlustängste kommen hier sehr häufig vor. Sollte dies der Grund für die Unlust auf den Kindergarten sein, können Sie beispielsweise eine Zeit mit in der Kindergartengruppe bleiben. Darüber hinaus sollten Sie herausfinden, ob Ihr Kind gut mit den Erziehern der Gruppe zurechtkommt. Manchmal besteht zwischen Kindern und Gruppenleitern einfach keine gute Chemie; ein einfacher Wechsel der Gruppe kann das Problem bereits lösen. Natürlich spielen ebenfalls die anderen Kinder eine große Rolle. Vor allem Einzelkinder haben gelegentlich Schwierigkeiten, sich in bestehende Gruppen einzufügen und mit fremden Kindern zu spielen. Hier ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich die Kleinen an den neuen Umstand gewöhnen. Zudem ist das Spiel mit anderen Kindern wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung. Sollten Sie eines dieser Probleme bei Ihrem Kind bemerken, können Sie ein paar Tage mit in den Kindergarten kommen, bis dieser zu einem vertrauten Umfeld geworden ist. Sprechen Sie außerdem regelmäßig mit den Kindergärtnern und fragen Sie, ob es vielleicht zu Schwierigkeiten oder anderen Problemen gekommen ist.

 

Was Sie als Eltern tun können

 

Manche Kinder gehen eine ganze Zeit lang sehr gern in den Kindergarten. Von einem Tag auf den anderen kann es allerdings passieren, dass sie sich plötzlich dagegen wehren. Tränen am Morgen sind dabei ebenso ein Anzeichen für Probleme wie Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen. Fragen Sie Ihr Kind ganz direkt, warum es nicht in den Kindergarten möchte. Sprechen Sie mit den Kleinen über die Zeit, in der sie Freude am Kindergarten hatten. Wenn die Kinder sich nicht öffnen möchten, müssen Sie ein bisschen Detektiv spielen. Sprechen Sie zunächst mit den Erziehern und fragen Sie nach Zwischenfällen. Ein Streit mit einem anderen Kind oder eine Aufgabe beim Basteln, die nicht bewältigt werden konnte, sind beispielsweise mögliche Auslöser. Weiterhin kann es aber auch sein, dass sich Kinder im Kindergarten unterfordert oder gelangweilt fühlen. Insbesondere bei älteren Kindern führt dieser Umstand oft dazu, dass sie nicht mehr in den Kindergarten gehen möchten. Gibt es vielleicht hauptsächlich jüngere Kinder in der Gruppe? Werden kaum gemeinsame Aktivitäten angeboten? Oder sind es möglicherweise nur noch ein paar Wochen, bis die Kinder in die Schule kommen? In allen Fällen ist das Gespräch die richtige Lösung. Erklären Sie Ihrem Kind, warum die unbeschwerte Zeit im Kindergarten so wichtig ist. Bei einer Unterforderung hilft auch ein Einstufungstest beim Kinderarzt. Hier zeigt sich sehr schnell, ob Kinder eventuell schon bereit für die Schule sind und deshalb nicht mehr in den Kindergarten wollen. In allen Fällen gilt es aber, auf die Sorgen der Kinder einzugehen und diese ernst zu nehmen. Der Kindergarten ist für die Entwicklung eine sehr wichtige Zeit. Deshalb sollte diese von allen Kindern nicht nur genutzt, sondern auch genossen werden.

 

 Quelle: http://www.liliput-lounge.de/kinder/mein-kind-will-nicht-mehr-in-kindergarten/

 

Nützliche Links

Arbeitsmarktservice

Förderung - Kinderbetreuungszuschuss

Bundesministerium für Finanzen

Arbeitnehmerveranlagung